WG goes international – jetzt erst recht!


Wenn echte Begegnungen nicht stattfinden können, muss kreativ auf andere Möglichkeiten ausgewichen werden. So haben 11 Schülerinnen und Schüler und drei Lehrerinnen des Wilhelmsgymnasiums vom 8.-10. Februar 2021 im Rahmen des Erasmus-Projekts „Exploring Europe“ an einem virtuellen internationalen Treffen zusammen mit allen 4 Partnerschulen aus Griechenland, Finnland, Bulgarien und Irland zum Thema „Environmental Issues and Forms of Participation: Die Umweltsituation und Möglichkeiten der Beteiligung“ teilgenommen.

Insgesamt gab es rund 55 Teilnehmerinnen: 45 Schülerinnen und 10 Lehrerinnen. Die Organisation wurde unter allen fünf Ländern aufgeteilt; außerdem wurde das deutsche Team von der evangelischen Akademie mit einem politischen Planspiel zum Thema „Corona und was nun? Der European Green Deal“ fachmännisch unterstützt.

Eigentlich war für März ein Begegnungstreffen in Finnland geplant, das aber natürlich in Zeiten von Corona nicht stattfinden kann. Also musste ein bestmöglicher Ersatz gefunden werden, um in Kontakt zu treten und sich einmal auf europäischer Ebene auszutauschen: Während in Finnland und Deutschland minus 20 Grad herrschten, erfuhren die Teilnehmer, dass in Griechenland bereits die Mandelbäume blühen und die bulgarischen Lehrerinnen und Lehrer zusammen mit den Ärzten und Pflegekräften bereits geimpft sind, um die frühe Öffnung von Schulen unter sicheren Bedingungen zu ermöglichen. Auch in Finnland sind die Schulen geöffnet, während sich Irland noch im verschärften Lockdown befindet, d.h., niemand darf sich weiter als 5 km von seinem Wohnort entfernen.

Inhaltlich haben die Schülerinnen neben Vorträgen zu unterschiedlichen Umweltprojekten in den einzelnen Ländern am zweiten Tag an einem Planspiel zum europäischen „Green Deal“ teilgenommen und mit einer Politikwissenschaftlerin über Möglichkeiten für das eigene Handeln innerhalb der EU diskutiert. Immer wieder gab es die Möglichkeit, in sogenannten „Breakout Sessions“ in Kleingruppen international zusammenzuarbeiten, Ideen auszutauschen, Glossare zu erstellen, an einem Quiz teilzunehmen, Gedichte zu entwerfen, die später vorgetragen wurden und schließlich am letzten Tag gemeinsam ein Fotobuch zu entwerfen, das den Teilnehmerinnen als Erinnerung an das virtuelle Treffens erhalten bleibt. Auch Email-Adressen wurden ausgetauscht, sodass die Schülerinnen und Schüler weiter in Kontakt bleiben und später auch private Begegnungen planen können.

Mit mentimeter, padlet, actionbound, kahoot und ourboox haben auch die Lehrerinnen neben vielen Einblicken in die Methodik der anderen Länder einige Applikationen kennengelernt, mit denen sich der (digitale) Unterricht abwechslungsreich gestalten lässt.


Dass dabei Englisch als Kommunikationssprache diente, wurde im Laufe des Treffens immer selbstverständlicher.

Insgesamt wurde das virtuelle Begegnungstreffen von allen Seiten als wertvolle Bereicherung und – besonders in Lockdown-Zeiten – als gelungener Blick über den Tellerrand empfunden und war bestimmt nicht das letzte seiner Art.

kch


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