WG goes international: Erasmus + Begegnungsfahrt des Wilhelmsgymnasiums nach Katalonien

Vom 25. November bis 1. Dezember 2018 besuchten vier Schülerinnen aus dem Jahrgang 6 und 7 des Wilhelmsgymnasiums zusammen mit Frau Huss und Frau Küch im Rahmendes Erasmus-Projektes Learning with the Arts die katalanische Partnerschule „El Castellot“ südwestlich von Barcelona.

Gemeinsam mit rumänischen, italienischen, finnischen, griechischen, polnischen und portugiesischen SchülerInnen waren sie in Gastfamilien untergebracht, die sich während der gesamten Woche außerordentlich herzlich und liebevoll um ihre Gäste kümmerten. In dieser Woche ging es vor allem um Musik: Vom workshop zum Bau traditioneller katalanischer Instrumente zum Konzert in einer kleinen Kapelle über das Singen gemeinsamer Lieder, so war die Musik Bestandteil jeder der fünf Begegnungstage.

Dass Katalonien nicht (gleich) Spanien ist, wurde den Gästen spätestens bei der Vorstellung der Schule bewusst: Katalanische Flaggen überall, die dem Spanischen, aber auch Italienischen verwandte Sprache und immer wieder das Singen traditioneller katalanischer Lieder, schließlich auch der Besuch des Museums Pau Casals in St. Salvador machten deutlich, wie stolz die Katalanen auf ihre Region und ihre Traditionen sind.  

Auch ein workshop zu „Kunst im Weinberg“ in diesem international bekannten Weinanbaugebiet von Penedès, ein Besuch in Barcelona, ein Picknick am Strand, ein Ausflug zum Kletterpark und der Besuch der „Castellers“ in Vilafranca, die jedes Jahr zur „Fiesta Mayor“ im August einen Wettbewerb im Bauen von meterhohen Menschentürmen veranstalten,  war Teil des umfangreichen Programms ebenso wie die guest lessons, die alle europäischen Gäste für ihre katalanischen Gastschüler vorbereitet hatten, um ihnen durch kreatives Arbeiten etwas über die Kulturen der Partnerländer näher zu bringen.

Den GastschülerInnen ist besonders der herzliche und familiäre Umgang zwischen LehrerInnen und SchülerInnen in Katalonien aufgefallen; die SchülerInnen sprechen ihre LehrerInnen hier mit Vornamen an und werden oft ganz selbstverständlich in den Arm genommen. Viele Familien kennen die LehrerInnen ihrer Kinder seit mehreren Generationen und haben ein sehr persönliches Verhältnis zu ihnen, ohne dass der nötige Respekt fehlt. Alle Gäste sind sich einig, dass es eine große Bereicherung ist, Schule auf diese Art und Weise einmal anders zu erleben.

Zum Abschied gab es viele Tränen und Pläne für weitere gegenseitige Besuche, diesmal auf privater Ebene. Neben der herzlichen Beziehung zu den Gastfamilien haben die deutschen SchülerInnen sich besonders mit den griechischen und finnischen Mädchen angefreundet.

Sicher ist, dass durch diese Fahrt ein weiterer Grundstein für europäisches Verständnis gelegt worden ist und die nächsten Begegnungsfahrten des Wilhelmsgymnasiums nach Griechenland und Portugal werden mit Spannung erwartet.

kch