„WG GOES INDUSTRY“

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Wilhelmsgymnasiums sowie Auszubildende von VW kamen am Volkswagen-Standort Kassel in Baunatal zu einer besonderen Begegnung zusammen. Anlass war das Projekt „WG goes Industry“, das schulisches Lernen mit Einblicken in die Arbeitswelt verbindet und gleichzeitig Raum für gesellschaftlich relevante Themen schafft.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Lesung von Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitzkomitees. In seinem Beitrag rückte er die persönlichen Geschichten von Menschen in den Fokus, die die Verfolgung im Konzentrationslager Auschwitz erlebt haben oder deren Familien bis heute von den Folgen betroffen sind. Dabei wurde deutlich, dass es beim Erinnern nicht allein um die Vergangenheit geht, sondern auch um Verantwortung in der Gegenwart und Zukunft.

Die Kombination aus Vortrag und musikalischer Begleitung durch das „Trio to Remember“ verlieh der Veranstaltung eine besonders eindringliche Wirkung. Die Inhalte wurden nicht nur vermittelt, sondern auch emotional erfahrbar gemacht.

Auch Unternehmensvertreter brachten ihre Perspektiven ein und unterstrichen die Bedeutung einer aktiven Erinnerungskultur. Sie machten deutlich, dass historisches Bewusstsein und verantwortungsvolles Handeln eng miteinander verbunden sind – insbesondere im Kontext von Ausbildung und Berufsleben. Zudem wurde hervorgehoben, wie wichtig es ist, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu stärken und ihnen Orientierung zu bieten.

Jens Dembowski, Akademieleiter des VW-Werks und Saxophonist des „Trios to remember“, stellte den Schülerinnen und Schülern in einem weiteren Teil der Veranstaltung das VW-Werk mit seinen Abteilungen und vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten vor. 

Die Resonanz der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. 

Viele nahmen die Veranstaltung als bereichernd wahr und hoben sowohl die offene Art des Referenten als auch die besondere Atmosphäre hervor.

Insgesamt zeigte die Veranstaltung, wie wirkungsvoll Formate sein können, die Bildung, Dialog und Praxis miteinander verknüpfen. Sie machte deutlich, dass gemeinsames Erinnern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Impulse für verantwortungsbewusstes Handeln setzt.

Auch Schulleiterin Dr. Kerstin König und Organisator Matthias Pflüger hoben die große pädagogische Bedeutung und Wirkung des außerschulischen Lernorts hervor. Sie ordneten die Veranstaltung als wichtigen Beitrag zur Bildungsarbeit ein und sahen darin zugleich einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. 

Ein großer Dank gilt auch den begleitenden Lehrkräften Bittdorf, Kliem, Klotz, Kollmann und Vieweck. 

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