Programm 2018

Dialog mit der Geschichte

Irgendwann kehrt alles wieder. Ob in Politik, Mode oder Kunst: Nichts ist wirklich vollständig neu, vieles Retro, manches ein wenig aktualisiert, anderes einfach nur alter Wein in neuen Schläuchen. Für eine Zeit, die immer nur rastlos nach vorne schauen möchte, die auf der Jagd nach Innovation ist, dem nächsten „hot shit“, dem jetzt aber wirklich Originellen, muss es fast wie eine Zumutung klingen: Der Wunsch nach einem Dialog mit der Geschichte, mithin Vergangenem, Abgehaktem, Überholtem.Aber ein solcher Dialog lohnt sich nicht nur, er ist zwingend notwendig: der fortlaufende Dialog mit der Geschichte, also unserer Vergangenheit, erzeugt erst so etwas wie Kultur, eine Basis von Geschaffenem und Gestaltetem, von Werten, Überzeugungen, Gebräuchen und auch Bild- und Tonwelten, in denen wir uns verwurzeln können, die uns erst den notwendigen Halt und Kraft geben.Künstlerinnen und Künstler, die fest auf diesem Fundament stehen, können dann auch in einen spielerischen Dialog mit den ästhetischen Zeugnissen der Vergangenheit eintreten; adaptierend, verfremdend, zitierend, vielleicht auch ironisierend. Was daraus entsteht, wirkt frappierend neu.Oder wie lautet die Devise jeder Renaissance: Unsere Zukunft liegt in der Vergangenheit. 
La FoliaGeorg Friedrich Händel (1685–1759):
Lascia ch’io pianga
aus der Oper RinaldoOttorino Respighi (1879–1936):
Balletto detto Il Conte Orlando
aus der Suite Antiche danze ed Ariae
Johann Sebastian Bach (1685–1750):
Wachet auf, ruft uns die Stimme
aus der gleichnamigen Kantate BWV 140

Pietro Castrucci (1679–1752):
Sonate III für Altblockflöte und B.c.
Allegro-Adagio-Allegro
Uta von Wangenheim, Altblockflöte
Til Berge, Orgel Thoinot Arbeau (1520–1595):
Belle qui tiens ma vie
Orientierungskurs Musik E2 Léo Delibes (1836–1891):
Pavane
aus der Musik zu Le Roi s’amuse Sergei Prokofjew (1893–1953):
Tanz der Ritter
aus dem Ballett Romeo und Julia Gabriel Fauré (1845–1924):
Pavane op. 50 Dmitri Schostakowitsch (1906–1975):
Präludium und Fuge Es-Dur op. 87
Elisabeth Oborowski, Klavier Albert Périlhou (1846–1936):
Ballade
Marie Hermenau, Flöte
Arne Dietrich, Klavier Christoph Willibald Gluck (1714–1787):
Jardins enchantés
aus der Oper Iphigenie in Aulis Dmitri Schostakowitsch (1906–1975):
The Second Waltz
aus der Kleinen Suite für Varieté-Orchester Camille Saint-Saëns (1835–1921):
Danse Macabre op. 40 Kurt Weill (1900–1950):
Die Moritat von Mackie Messer
aus der Dreigroschenoper Erik Satie (1866–1925):
Gymnopédie Jaques Offenbach (1819–1880):
Cancan
aus der Oper Orpheus in der Unterwelt