Sportliche Stromerzeugung am WG

Leas Vision

Im Jahr 2015 war die Technik schon so weit fortgeschritten, dass die Stromversorgung vieler Häuser vollkommen mit Photovoltaikanlagen erfolgte.  Am 20. März kam es zu einer Sonnenfinsternis. Dies führte zu einem Problem, mit welchem man unter normalen Umständen nicht gerechnet hätte. Es kam für einige Zeit zu starker Dämmerung und es gab plötzlich keinen Strom mehr. Da die Tochter des Hauses aber ihre Doktorarbeit schon am darauffolgenden Tag abgeben musste, erzeugten der Vater und ihre älteren Brüder den Strom für die Beleuchtung und den Computer im Fitnessraum. Dort gab es allerhand Sportgeräte, mit denen man Strom erzeugen konnte. Der Vater fuhr Fahrrad und der Bruder lief auf der Laufbahn. Auch die Mutter half zwischendurch bei der Stromerzeugung mit, damit die Tochter ihre Arbeit fertig abtippen und ausdrucken konnte. So konnte die Tochter doch noch ihre Doktorarbeit pünktlich  abgeben und erhielt ihren langersehnten Doktortitel. Ohne die Zusammenarbeit der Familie wäre dies unmöglich gewesen.

Aljoschas und Fabians Lösung :  Kraftwerk Mensch

Unsere Idee in der Physik-AG war es, einen Klassenraum im Fall eines möglichen Stromausfalls mithilfe eines energieerzeugenden Fahrrads so zu beleuchten , dass dort weiterhin Unterricht stattfinden konnte. Dazu eignete sich unser Energiefahrrad der Firma Christiani aus Konstanz, das vom Förderverein des Wilhelmsgymnasiums gestiftet wurde. Die Städtischen Werke Kassel unterstützten uns ebenfalls finanziell im Rahmen ihrer Bildungsinitiative. Mit diesem Geld konnte unser Physik-lehrer, Herr Jorek, Lampen und Installationsmaterialien beschaffen. Wir entschieden uns für 10 LED Lampen à 12 Volt, 7 Watt, nachdem der Versuch mit 230 Volt LED`s, die über einen Wechselrichter betrieben wurden, nicht wie gewünscht funktionierte. Wir hatten in der Vorberei-tung weitere Probleme, wie zum Beispiel, dass die Lampen flackerten und das Licht ausging, wenn der Fahrer gewechselt wurde. Zum Beheben dieser Probleme bauten wir einen Kasten, in dem wir Kondensatoren einbauten, die den Strom sowohl glätteten, als auch genug Energie speicherten, sodass man in Ruhe wechseln konnte.

Im Rahmen unseres Unterrichts gestalteten  wir den Physikraum so um, dass es für unseren Lehrer möglich war, eine Schulstunde zum Thema „Stromerzeugung durch Induktion“ zu halten, während vier von uns abwechselnd strampelten und die Energie für das Licht lieferten. Wir stellten am Ende der Stunde fest, dass dies eine sehr anstrengende Ange-legenheit war, die wir zunächst unterschätzt hatten.

Roland Jorek