Geographie


Das Fach Geographie am WG
Das Fach Geographie wird an unserer Schule jeweils zweistündig in den Jahrgangsstufen 5, 6 und 8 unterrichtet.

Die Geographie hat eine Brückenfunktion zwischen den Natur- und den Geisteswissenschaften; es verbindet Inhalte und Methoden beider Bildungsbereiche.
Im Mittelpunkt des Geographieunterrichts steht die Auseinandersetzung mit der Erde, ihrem geologischen Aufbau, der geomorphologischen und klimatischen Vielfalt der Erdoberfläche, den Landschafts- und Meeresräumen unter besonderer Berücksichtigung der Wechselwirkung zwischen Erde und Mensch.
Eine zentrale Bedeutung kommt der Kategorie des Raumes und der Vermittlung von Methoden zur räumlichen Analyse zu. Ziele des Faches sind dementsprechend Einsichten in Zusammenhänge zwischen natürlichen Gegebenheiten und menschlichen Aktivitäten in verschiedenen Räumen sowie eine darauf aufbauende raumbezogende Handlungskompetenz der Schüler/-innen.
Die Fähigkeit, sich im Raum zu orientieren, ist eine wichtige geographische Teilkompetenz, die über topographische Kenntnisse hinausgeht und ab der Jahrgangsstufe 5 kontinuierlich gefördert wird. Als Arbeitsmittel dienen Globus und Kompass, v.a. aber der Atlas sowie physische, topographische und thematische Karten verschiedener Maßstäbe.
An ausgewählten Raumbeispielen und auf unterschiedlichen Maßstabsebenen (z.B. Heimatraum, Deutschland, Europa und außereuropäische Räume) erhalten die Lernenden die Möglichkeit, Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur zu erkennen, daraus resultierende Strukturen, Prozesse und Probleme zu verstehen und Problemlösungen anzudenken. Neben der themengeleiteten Raumauswahl (thematisch-allgemeingeographisches Arbeiten) spielt das regionalgeographische Arbeiten mit zunächst vereinfachten Raumanalysen eine wichtige Rolle. Für die Lernenden der Klassen 5 und 6 ist dabei der Bezug zur Lebenswirklichkeit ein wichtiges Kriterium der Auswahl.
So werden in der Jahrgangsstufe 5 neben der allgemeinen Orientierung im Raum (Karte, Kompass, Maßstab) und dem globalen Orientierungsraster (Gradnetz, Kontinente, Ozeane) Deutschland und Mitteleuropa in den Blick genommen. Landschaftsräume sollen in dieser Jahrgangsstufe als Handlungsräume des Menschen wahrgenommen werden.
In der sechsten Klasse beschäftigen sich die Lernenden weitgehend mit
dem Wirtschafts- und Kulturraum Europa. Zentral ist ebenso der Umgang
mit geographischen Ordnungssystemen, wie z.B. den Klima- und
Vegetationszonen, deren weltweite Ausprägung dann im Jg. 8 untersucht
wird. In dieser Jahrgangsstufe sind weltweite Raumbeispiele Thema des
Unterrichts. Insbesondere wird die Bedeutung der Naturfaktoren für den
Menschen sowie die Raumprägung durch Wirtschaft, Politik und
Gesellschaft thematisiert.
Das Fach hat sich im Laufe der letzten Jahre inhaltlich gewandelt: Wurde früher vorwiegend Länderkunde unterrichtet, werden heute zusätzlich länderübergreifende Fragestellungen, wie z.B. ökologische Probleme verschiedener Räume thematisiert. Deshalb arbeiten wir oft exemplarisch und fächerübergreifend. Der Unterricht im zweiten Halbjahr der achten Klasse ist darüber hinaus projektorientiert angelegt. Hier arbeiten die Schüler/-innen unter Anleitung der Lehrenden in Kleingruppen zu verschiedenen Regionen der Erde und unter spezifischen Fragestellungen weitgehend selbstständig.
Neben dem selbstständigen Lernen legen wir Wert auf binnendifferenzierende Unterrichtsarrangements, was sich beispielsweise in der Arbeit an Stationen oder in Lernzirkeln zu unterschiedlichsten Themen ausdrückt.
Begleitend üben die Schüler/-innen in allen Jahrgangsstufen
methodische Verfahren und Arbeitstechniken des Faches, wie z.B. die
Auswertung und Interpretation von Informationsquellen, wie Diagrammen
und Karten, Texten, Bildern, Graphiken, das Messen und Zeichnen
(Maßstab), die Durchführung von Feldbeobachtungen und -kartierungen
sowie die Anfertigung von Handskizzen und Profilen.
Insgesamt möchten wir unsere Schüler/-innen dafür sensibilisieren,
mit ‚offenen Augen‘ durch die Welt zu gehen. Dabei sollen sie sich aber
auch ihres eigenen Einflusses auf die Umwelt bewusst werden und nicht
zuletzt Fähigkeiten entwickeln, umweltgerechte Entscheidungen zu
treffen. Aktuelle Phänomene und Prozesse, wie z.B. die Globalisierung,
der Klimawandel, Naturkatastrophen oder Ressourcenkonflikte prägen das
Leben auf unserem Planeten in vielen Bereichen und erfordern eine
Anpassung bisheriger Verhaltensweisen auf der Grundlage von fundiertem
Sachwissen, Urteils- und Problemlösekompetenz, die nur durch die
Verbindung natur- und geisteswissenschaftlicher Bildung aufgebaut werden
können. Hierin sehen wir ein besonderes Potenzial unseres Faches.




























