Begabungen erkennen und fördern

Knöpfe aus Milch? Klingt unwahrscheinlich, ist aber möglich. Mit solchen interessanten Experimenten beschäftigte sich eine Schülergruppe im Rahmen eines dreitägigen Projekts „Perspektiven der Begabungsförderung“. Dabei waren Schüler aus Gymnasien in Deggendorf und Hoyerswerda zu Gast am WG. Die Gastschüler arbeiteten zusammen mit Schülern des Wilhelmsgymnasiums in zwei Workshops in den Bereichen „Informatik und Elektronik“ und „Chemie“. Klar, dass die Knöpfe in der letzteren Gruppe hergestellt worden sind. Dabei wird Casein aus der Frischmilch isoliert und zu Galalith weiter verarbeitet. Dieses Material war früher unter den Begriffen „Kunsthorn“ oder „Milchstein“ bekannt und wurde schon im 16. Jahrhundert genutzt. Noch in den 1930er Jahren stellte man es in großen Mengen her, bis synthetische Kunststoffe billiger waren. Auch die Lehrer der Schulen tauschten ihre Erfahrungen aus. Die bayerischen Kollegen berichteten über Organisation und Inhalte bei Beratungsgesprächen (Mentoring / Coaching),und die Sachsen stellten ihr sehr differenziertes System der Begabtenförderung vor.

Im Rahmenprogramm erhielten die Schüler Einblick in die Arbeit des Schülerforschungszentrums  Nordhessen, konnten aber auch beim Bowlen oder Kanufahren sich näher kennenlernen. Wir danken allen beteiligten Lehrern für die gute Vorbereitung und Durchführung, und natürlich allen Gastfamilien für ihre großzügige Unterstützung. Wir hoffen, dass die Kontakte bei demnächst folgenden Besuchen in Deggendorf und Hoyerswerda weiter vertieft werden.

vlm