40 Jahre für das Prinzip „Siegen durch Nachgeben“

Länger als er ist keiner am WG: Seit 40 Jahren betreut Herr Hossfeld die „Budo-AG“ an unserer Schule. Dafür wurde er kürzlich geehrt. Die Begriffe Budō und Bushido bedeuten „Weg des Kriegers“, aber sie haben auch noch eine übertragene Bedeutung: als Methode zur Selbstverwirklichung und Selbstkontrolle.

Hossfeld, der sich seit 5 Jahrzehnten für die japanische Kultur interessiert und schon über 10 Mal im Land gewesen ist, trainiert seit 1970 (!) fernöstliche Kampftechniken in der Sporthalle des WG. Daraus ging dann das Angebot für die Schule hervor. Der Träger des 5. Dan im Judo (höchster durch technische Prüfung zu erreichender Grad) betont, wie wichtig neben dem Sport gerade die Werte sind, die mit der Kampfkunst des „sanften, flexiblen Weges“ (wörtl. Übersetzung von Judo) verbunden sind. Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Respekt, Höflichkeit und Selbstbeherrschung sind wesentliche Eigenschaften für die Persönlichkeitsentwicklung eines Judoka. Hossfeld, der auch den 7. Dan im Ju-Jitsu verliehen bekommen hat, nutzte die Ehrung, um auf der Bühne der Aula einige Wurftechniken von seinen Schülern vorführen zu lassen. Herr Petersen und Herr Semmler dankten dem Judo-Meister für sein unermüdliches Engagement und die Schulgemeinschaft hofft, dass Herr Hossfeld noch viele Jahre neue Schüler für den Weg des Kriegers findet. (vlm)