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Das Fach Erdkunde am Wilhelmsgymnasium

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Das Fach hat sich im Laufe der letzten Jahre inhaltlich gewandelt: Wurde früher vorwiegend Länderkunde unterrichtet, werden heute zusätzlich länderübergreifende Fragestellungen, wie z.B. ökologische Probleme verschiedener Räume thematisiert. Deshalb arbeiten wir oft exemplarisch und fächerübergreifend. Der Unterricht im zweiten Halbjahr der achten Klasse ist darüber hinaus projektorientiert angelegt. Hier arbeiten die Schüler/-innen unter Anleitung der Lehrenden in Kleingruppen zu verschiedenen Regionen der Erde und unter spezifischen Fragestellungen weitgehend selbstständig.

Neben dem selbstständigen Lernen legen wir Wert auf binnendifferenzierende Unterrichtsarrangements, was sich beispielsweise in der Arbeit an Stationen oder in Lernzirkeln zu unterschiedlichsten Themen ausdrückt.

Begleitend üben die Schüler/-innen in allen Jahrgangsstufen methodische Verfahren und Arbeitstechniken des Faches, wie z.B. die Auswertung und Interpretation von Informationsquellen, wie Diagrammen und Karten, Texten, Bildern, Graphiken, das Messen und Zeichnen (Maßstab), die Durchführung von Feldbeobachtungen und -kartierungen sowie die Anfertigung von Handskizzen und Profilen.

Traditionell ist das Fach methoden- und medienintensiv, wobei Anschaulichkeit und Aktualität eine große Rolle spielen. Deshalb sind Exkursionen und auch der Einbezug aktueller Ereignisse ebenso wie die Nutzung des Internets als aktuelle und vielseitige Informationsquelle wichtige Bestandteile des Erdkundeunterrichts.

Insgesamt möchten wir unsere Schüler/-innen dafür sensibilisieren, mit ‚offenen Augen' durch die Welt zu gehen. Dabei sollen sie sich aber auch ihres eigenen Einflusses auf die Umwelt bewusst werden und nicht zuletzt Fähigkeiten entwickeln, umweltgerechte Entscheidungen zu treffen. Aktuelle Phänomene und Prozesse, wie z.B. die Globalisierung, der Klimawandel, Naturkatastrophen oder Ressourcenkonflikte prägen das Leben auf unserem Planeten in vielen Bereichen und erfordern eine Anpassung bisheriger Verhaltensweisen auf der Grundlage von fundiertem Sachwissen, Urteils- und Problemlösekompetenz, die nur durch die Verbindung natur- und geisteswissenschaftlicher Bildung aufgebaut werden können. Hierin sehen wir ein besonderes Potenzial unseres Faches.

H. Heinzeroth, G. Lutze-Walter, W. Schadow 

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