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Fahrt der Jahrgangsstufe 11 nach Wolfenbüttel

Seit dem Schuljahr 2007/2008 findet vor den Sommerferien eine Tagesexkursion aller Deutsch-Kurse der Jahrgangsstufe 11 nach Wolfenbüttel statt. Diese stehen in einem engen thematischen Zusammenhang mit der unterrichtlichen und im Lehrplan verankerten Auseinandersetzung mit der literaturhistorischen Epoche der Aufklärung und seiner literarischen Hauptvertreter.

Programmpunkte des Besuchs in Wolfenbüttel sind die Besichtigung der Herzog-August-Bibliothek, die auf drei Ebenen einen Einblick in die Kultur- und Geistesgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bietet, sowie des angrenzenden, 1733 im Stil eines spätbarocken französischen Parkschlösschens erbauten Lessinghauses. Hier lebte und arbeitete der in Wolfenbüttel als Bibliothekar tätige Gotthold Ephraim Lessing von 1777 bis zu seinem Tode im Jahre 1781 und verfasste zahlreiche Texte, u. a. das Theaterstück „Nathan der Weise“. Heute wird das Haus als Literaturmuseum genutzt. Zusätzlich zu den Besichtigungen nehmen die Schülerinnen und Schüler an Führungen durch die Räumlichkeiten teil, bei denen der Fokus auf Lessings Wirken in Wolfenbüttel liegt.

Ergänzt werden die Besuche der Bibliotheca Augusta und des Lessinghauses durch eine thematisch passende, eineinhalbstündigen Stadtführung „Lessing in Wolfenbüttel“, in der u. a. den Fragen nachgegangen wird, warum Lessing nach verschiedenen Lebensstationen 1770 nach Wolfenbütteler kam, wo er wohnte oder mit wem er Umgang pflegte.

Gerrit Appenzeller

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