Qualifikation für Berlin um Haaresbreite verpasst

Hannah Freiling erreicht 3. Platz im Hessenfinale

letzte Änderung am 07.05.2017

In Hessen allein hatten sich dieses Jahr rund 25.000 Schülerinnen und Schüler an 118 Schulen auf die Teilnahme an dem bundesweit stattfindenden Wettbewerb „Jugend debattiert“ vorbereitet.

Jugend debattiert ist eine Initiative des Bundespräsidenten und steht unter seiner Schirmherrschaft. Partner sind die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung sowie die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder.

„Genau zuhören und andere Meinungen respektieren sind wichtige Fähigkeiten in Schule, Arbeitswelt und Gesellschaft. Im Debattentraining kann das jeder lernen. Es verbessert nicht nur kommunikative Fähigkeiten, sondern stärkt auch die Persönlichkeit und das Demokratieverständnis", zeigte sich Frank J.-Weise, Vorstandsvorsitzender der Hertie-Stiftung, vom Projekt überzeugt, das der Bundespräsident vor 16 Jahren initiiert hatte.

Das Hessenfinale fand nun am 28. April im Sendesaal des Hessischen Rundfunks statt. Mit dabei war die Schülerin Hannah Freiling, die am Wilhelmsgymnasium die neunte Klasse besucht.

In der finalen Debatte der Altersklasse I, für die sie sich im Schulwettbewerb sowie auf regionaler Ebene in Borken und schließlich im überregionalen Vergleich in Fulda qualifiziert hatte, ging es auf hohem sprachlichem Niveau um die Fragestellung, ob zum Eurovision Song Contest auch Beiträge mit politischem Inhalt zugelassen werden sollten.

Alle vier Finalisten zeigten sich dabei nicht nur inhaltlich gut vorbereitet, sondern in der konzentrierten und durchaus kontroversen Debatte in höchstem Maße diskursfähig. So war auch die Entscheidung der Jury keine leichte. Leider landete Hannah auf dem in diesem Fall undankbaren dritten Platz hinter Maja Buchwaldt von der Diltheyschule in Wiesbaden und Moritz Drescher vom Ulrich-von-Hutten-Gymnasium in Schlüchtern. Sie werden Hessen im Juni beim Bundesfinale vertreten.

Welche Wirkungskraft und Begeisterung diese Veranstaltung trotzdem für die Schülerinnen und Schüler und insbesondere für Hannah hatte, wird einem aber deutlich, wenn man an ihren - nach anfänglicher berechtigter Enttäuschung geäußerten - Kommentar denkt:

„Dann versuche ich es eben im nächsten Jahr (Anm.: dann in der Altersklasse II) einfach nochmal und zeige es denen!“

Dafür drücken wir ihr (und alle anderen dann Teilnehmenden) die Daumen und freuen uns auf neue spannenende Kontroversen.