Neues aus dem WG

Überblick


Hauptsache gesund!!

22.06.2018

Sebastian Kneipp

Hintergrundfoto: Michael Mueller (CC-Lizenz)

Ein Tag im Jahr ist am WG für die Gesundheit reserviert. Jedem Jahrgang wird ein altersgerechtes und ansprechendes Angebot gemacht: Von gesundem Essen über Bauernhoferkundung bis zum Kräutersammeln können sich die 5er diesem Thema widmen. Bei Älteren reicht die Bandbreite von bewusster Mediennutzung über Suchtprävention bis zu nachhaltigem Konsumverhalten. Klar, auch Liebe und Sexualität und ein trendiges Sportangebot mit Entspannungsübungen fehlen natürlich nicht. Wer das WG näher kennt, weiß, dass an der Schule eine bestens organisierte Erste-Hilfe-Gruppe während der Pausen und bei jeder Veranstaltung präsent ist. Interessierte Schüler können an diesem Tag durch Fachkräfte geschult werden. Ebenso wird die Sicherheit bei uns GROßGESCHRIEBEN. Schüler informieren sich darüber durch unseren Experten Herr Ossadnik, und tragen dann ihrerseits zu unser aller Sicherheit bei. Häufig sind bei den Angeboten außerschulische Partner mit an Bord, wie z.B. die Verkehrswacht oder Umweltpädagogen. Das sorgt für eine hohe Qualität und erhöhte Aufmerksamkeit.

Den Organisatoren, Frau Graw, Frau Schäfer und Frau Lecke und allen Mitwirkenden danken wir herzlich für den interessanten Tag. Nicht oft genug kann man immer wieder daran erinnern:
„Die Gesundheit ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts.“
(Arthur Schopenhauer)

vlm

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Steine wider das Vergessen

20.06.2018

Vor wenigen Tagen fand die Einweihung der Stolpersteine statt, die an die Familie des ehemaligen WG Schülers Hans Joachim London erinnern sollen. Ulrike Neyer, eine Mitarbeiterin der Murhard-Bibliothek, war durch den Kauf eines Zylinders auf die tragische Geschichte dieser Familie gestoßen.

Das Ehepaar Selma und Louis London hatten das erste Sportgeschäft von Kassel. Das Geschäft lief gut und die Familie konnte sich Urlaube im Ausland leisten. Bis die Nationalsozialisten an die Macht kamen. Schon im Februar 1933 besuchte Hitler Kassel, worüber die Schüler am WG einen Aufsatz schreiben sollten. Hans Joachim, seit 1926 dort Schüler, verfasste einen kritischen Text und geriet deswegen so unter Druck, dass er die Schule verlassen musste. Da niemand bereit war, einem jungen Deutschen jüdischen Glaubens einen Ausbildungsplatz zu geben, wanderte Hans Joachim mit 19 Jahren 1935 nach Palästina aus. Was ihm das Leben rettete. Seine Schwester und Eltern wurden im Dezember 1941 nach Riga deportiert und dort am 5.4.1942 erschossen.

Im Mai 1947 kehrte Hans Joachim zum ersten Mal nach Kassel zurück. Aber es war keiner mehr am Leben. Er wanderte nach New York aus, änderte seinen Namen in John Leslie und brachte es bis zum Ingenieur bei General Motors. Hans Joachim verstarb kinderlos 2001.

Frau Neyer berichtete über ihre Recherchen bei der Einweihung vor gut zwei Dutzend Zuhörern. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von zwei Beiträgen, die Frau Dr. Schneider-Seidel mit Schülerinnen des 10. Jahrgangs vom WG gefühlvoll darbot.

Mittlerweile sind bald 28 Jahre vergangen, seit Gunter Demnig seinen ersten Stolperstein in Köln verlegte. Inzwischen sind die rund 69000 verlegten Stolpersteine in 22 Ländern das weltweit größte dezentrale Mahnmal. Ein Schüler sagte mal in Bezug auf den Namen dazu: „Nein, nein, man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“

vlm

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Preisverleihung 65. Europäischer Wettbewerb zum Thema „Denk mal: Darauf baut Europa“

20.06.2018

Die Preisträger

Nach der Preisverleihung im Hessischen Landtag in Wiesbaden am 7. Mai präsentierten die SchülerInnen der Klasse 8b am 8. Juni vor Eltern, Schülern, Lehrern und der Schulleitung in der neuen Bibliothek noch einmal ihr eTwinning-Projekt „Stamp Stories“ und nahmen im Anschluss daran ihre Urkunden und Preise sowie die von ihnen verfasste und vom Preisgeld ausgedruckte Geschichtensammlung entgegen.

„Ich denke, das war ein Projekt, welches eine interessante Abwechslung zum normalen Englischunterricht war. Außerdem haben wir unsere Englischkenntnisse verbessert; doch das Wichtigste ist, dass alle Spaß hatten.“

Manh Tuan, Klasse 8b

„Insgesamt war es eine gute Möglichkeit, mit anderen Jugendlichen im gleichen Alter auf Englisch zu kommunizieren.“

Luise, Klasse 8b

kch

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Unterwegs mit Mozart – Ein Reiseklavier erzählt

18.06.2018

Mozart-Abend am WG

Was ist das Geheimnis der „Salzburger Mozart-Kugel“? Es ist wohl die feine Kombination aus unterschiedlichen, edlen Zutaten, die liebevoll in Handarbeit zu einer kulinarischen Köstlichkeit geformt werden.

Eine solch gelungene Rezeptur war wohl auch das Geheimnis für den Abend der Gesangsklassen 5 und des Vororchesters am 16.5.2018 in der voll besetzten Aula des Wilhelmsgymnasiums, an deren Bühnenrand eine überdimensionierte Mozart-Kugel thronte. Eine gute Stunde lang wurde hier ein dramaturgisch wohl durchdachter, musikalischer Genuss serviert, mit besten Zutaten: Neben dem 52-köpfigen, gut disponierten Vororchester, der Gesangsklasse 5e und der Gesangsgruppe 5b/c waren auch Mozart selbst (Arne Dietrich, Klavier) und seine Schwester Nannerl (Kristjana Dreier, Violine) weiß gepudert in Samt und Seide mit von der Partie. Mozarts Reiseklavier (Herwig Lucas) berichtete von seinen Jahren als treuer Begleiter, wenn die musikalische Familie mal wieder durch Europa tourte, und amüsierte das Publikum mit fachkundigen Plaudereien aus dem Nähkästchen.

Mozart-Abend am WG (Kostüme)

Perfekt ergänzten sich die musikalischen Beiträge: zum fein musizierten Menuett des Vororchesters aus „Don Giovanni“ (Leitung: Maria Weber-Krüger) wurde vor der Bühne grazil getanzt; Nele (???) spielte das bekannte Thema „Ah, vous dirai-je maman“, woraufhin der Komponist selbst bravourös am Klavier vier der dazugehörigen Variationen ergänzte. Die Gesangsgruppen (Leitung: Katrin Bobyr-Bernhard, Julia Huss, Maria Weber-Krüger) präsentierten vokale Versionen der großen Instrumentalhits des Komponisten, und natürlich darf an einem solchen Abend seine bekannteste Oper nicht fehlen: der „Vogelfänger“, die böse Königin und das herrliche Glockenspiel (Solo: Frederik Palupski) aus der „Zauberflöte“ bildeten einen musikalischen Schwerpunkt. Als Solisten traten auf: die Sopranistinnen Nina Becker („Zufriedenheit“) und Maris Weitzel („Wiegenlied“) und natürlich die Geschwister Mozart mit dem ersten Satz aus der Violinsonate e-Moll. Im Kanon „Bona nox“ musizierten schließlich alle Beteiligten des Abends noch einmal zusammen. Viel Applaus für einen gelungenen Abend.

hls

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Programm der Kinder- und Jugendakademie (08/18 - 01/19)

18.06.2018

IDEE

Ausgehend von der Erfahrung, dass Schülerinnen und Schüler mit besonderen Interessen und Begabungen in bestimmten Fachgebieten über das schulische Angebot hinaus gern gefordert werden, ist im Jahr 2001 eine Kinder- und Jugendakademie gegründet worden.

ZIEL

ist die Förderung von Interessen, besonderen Begabungen und sozialer Verantwortung. Kinder und Jugendliche sollen darin unterstützt werden, ihre Identität durch Schwerpunktsetzung auszubilden. Dazu können sie vernetzte schulische und außerschulische Angebote in Form von Arbeitsgruppen oder Projekten zu Themen aus dem geisteswissenschaftlich- sprachlich-musischen Bereich, dem gesellschaftswissenschaftlichen sowie dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Spektrum wahrnehmen.

ZIELGRUPPEN

Die Angebote richten sich schulformübergreifend an alle Schülerinnen und Schüler an Schulen in der Stadt und im Landkreis Kassel von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.

KOOPERATIONEN

Albert-Schweitzer-Schule, Kassel; Astronomischer Arbeitskreis Kassel e.V.; Engelsburg-Gymnasium; Friedrichsgymnasium; Georg-August-Zinn-Schule; Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule; Gesamtschule Fuldatal; Goethe-Gymnasium; Grundschule Harleshausen; Gustav-Heinemann-Schule, Hofgeismar; Jacob-Grimm-Schule; SchülerForschungsZentrum Nordhessen; Schulbiologiezentrum; MNU – Landesverband Hessen / NaWi-Lola – Förderung von Mädchen in Naturwissenschaft und Technik; Universität Kassel; Volkshochschule Region Kassel; Wilhelm-Filchner-Schule, Wolfhagen; Wilhelmsgymnasium; Zentrum für Mathematik e.V., Bensheim.

ANMELDUNG

Die Anmeldung erfolgt in der Regel direkt bei den jeweiligen KursleiterInnen oder, wenn nicht anders angegeben, zwei Wochen vor Kursbeginn über die Volkshochschule. Sofern der gebuchte Kurs kostenpflichtig ist, werden mit der Anmeldung die Entgelte fällig und nach Veranstaltungsbeginn vom angegebenen Konto abgebucht. Eine Bestätigung der Anmeldung erfolgt nicht. Bei einem Rücktritt nach Anmeldeschluss werden die vollen Kosten in Rechnung gestellt. Die Zusammensetzung der Kurse erfolgt nach der Reihenfolge der Anmeldungen. Sollte in dem von Ihnen gewählten Kurs kein Platz mehr frei sein, so werden Sie benachrichtigt. Es wird darum gebeten, dass Kinder, die angemeldet sind, aber nicht teilnehmen können, rechtzeitig abgemeldet werden. So können noch Kinder aus der Warteliste aufrücken!

VHS-Programmheft zum Herunterladen

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WG-Erasmus-SchülerInnen erhalten Europässe der Europäischen Union

15.06.2018

Verleihung des Europasses

Lilly, Victoria, Elli, Dennis, Aurelia und Jacob freuen sich über ihren Europass. Nicht im Bild: Nora

Der Europass ist ein Portfolio und bietet als Service der Europäischen Union allen europäischen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, ihre in der Schule, an der Universität oder im Rahmen von Lern- oder Ausbildungsaufenthalten im Ausland erworbenen Fähigkeiten klar und einheitlich darzustellen. An der Europass Initiative nehmen mehr als 30 europäische Länder teil.

Sieben WG-SchülerInnen aus der Klasse 6 haben im Rahmen des Erasmusprogramms „Learning with the Arts“ während der Begegnungsfahrten nach Finnland und Polen an sogenannten „Learning Meetings“ teilgenommen. Ihre dabei erworbenen Fähigkeiten werden in dem Europass auf Englisch dargestellt und die Schüler(innen) können diese später ihrem Lebenslauf und Bewerbungsunterlagen hinzufügen. Wichtig und neu dabei ist die transparente Darstellung aller erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen. Der Europass sorgt dafür, dass das Profil einer Person klar und nachvollziehbar wird. So eröffnet er durch europaweit vergleichbare Dokumente in allen Sprachen der EU bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt im In- und Ausland.

kch

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Vielfalt ist Trumpf

15.06.2018

WG Perfect

Ausprobieren, was Spaß macht. Zeit haben für Kreativität. Die Stadt mit anderen Augen sehen: Die Möglichkeiten bei den drei Projekttagen waren ungemein vielfältig. Logisch, dass die Auswahl da schwer fiel. Immerhin konnten über 80% der Erst- und Zweitwünsche erfüllt werden: Vielen Dank, Herr Sell, der diese spannenden Tage organisiert hatte! Die einzelnen Vorschläge waren von dem Kollegium eingereicht worden. Und die Bandbreite war beeindruckend.

Bewegungsorientierte Angebote wie Geocaching, Tennis, Tanzen, American Sports, Natur- oder Stadterkundungen wurden ergänzt durch kreativ-handwerkliche Gruppen wie Buchdruck, Handarbeiten, Mosaike basteln, Monsternähen, Poetry–Slam, Trickshots oder gar Actionpainting. Der eher kopflastige Schüler konnte sich mit mathematischen Problemen, Codes und Hackern, der Chemie der Kosmetik, den Schicksalen ehemaliger WG-Schülern oder (vorbeugend) mit dem Jugendstrafrecht beschäftigen. Besonders gut roch es in diesen Tagen in der Aula. Denn der bilinguale Kochkurs kochte sich in den drei Tagen durch verführerische Rezepte von drei Kontinenten. Die Liste ließe sich noch spielend fortsetzen, denn es waren 42 Angebote insgesamt!

Manche Ergebnisse können im Gebäude oder auch im Internet bestaunt werden. Die Trickshotgruppe von Herrn Dr. Neß eröffnete auf „youtube“ einen eigenen Kanal. Mit dem Suchbegriff „WG perfect“ gelangt man zu den erstaunlichen Clips, die von einem besonders pfiffig-sympathischen Moderatorenteam präsentiert werden: Viel Spaß beim Anschauen!!

vlm

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HNA, 31.05.2018

Foto: Andreas Fischer für die HNA
HNA-Artikel 'Bläserkraft voraus" vom 31.05.2018
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WG goes Pop: Schwungvoller Konzertabend erntet Riesenapplaus!

30.05.2018

WG Goes Pop 5

Unter dem Titel „ Give me five“ fand kürzlich vor großem Publikum und bei bester Stimmung das nun fünfte Popkonzert unter der Leitung von Musiklehrer Michael Fink statt. Moderiert von den frisch gebackenen Abiturienten Lilli und Jan, die mit viel Charme durch das abwechslungsreiche Programm führten, eröffnete die Big-Band (Leitung Michael Fink) mit den Bläserensembles den Konzertabend. Unterstützt durch Profis zeigte die Bigband mit inzwischen über 30 (!) jungen Musikern, wie hervorragend sie sich in ihrem ebenfalls fünften Jahr entwickelt hat. Begeisteter Applaus war ihnen sicher. Das Publikum, darunter der ehemalige WG-Schüler Oberbürgermeister Christian Geselle, sparte nie am Beifall und trug so, ebenso wie die stimmungsvolle Beleuchtung, zu der grandiosen Stimmung bei.

In einem etwas ruhigeren Teil boten Schüler der Oberstufe mit Gesang, Klavier, Geige und Cello ihr Können dar. Zwischendurch zeigte Til, ebenfalls Abiturient, sein Improvisationstalent, als er an der Orgel Vorschläge des Publikums zu schnell erdachten Arrangements zusammenfügte. Unterstufenchor (Leitung Julia Huss) und Schulchor (Leitung Michael Fink) konnten u.a. mit einem Grease Medley überzeugen. In einem zweiten Set heizte noch mal die Big-Band dem Publikum u.a. mit „Feeling good“ mächtig ein. Elisabeth, Marlene und Marta waren nicht nur in diesem Programmteil herausragende Sängerinnen.

Neu unter den musikalischen Formationen ist die „Linke-Band“. Was wie ein politisches Bekenntnis klingt, hat seinen Ursprung in dem Namen des Bandgründers: Musiklehrer Michael Linke. Die klassische Bandbesetzung ergänzt durch Bläser konnte auf Anhieb überzeugen. Zum Abschluss wurde auch die Tanzfläche gestürmt, als die Band „Leehrgut“, in der auch fachfremde Lehrer ihr musikalisches Talent bewiesen, die Bühne rockte.

Donnernder Applaus zum Finale. Herzlichen Dank an alle Beteiligten, Musiker, Technik, Catering – wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Pop-Abend!

vlm

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WG-Schülerin erreicht Hessenfinale beim Vorlesewettbewerb

Nora Saehrendt mit tollen Ergebnis

02.06.2018

Nora S.

Während ihre Mitschülerinnen und Mitschüler der Klasse 6c im Unterricht sitzen, ist eine kleine Gruppe Schülerinnen des Wilhelmsgymnasiums auf dem Weg nach Frankfurt. Dort findet am frühen Nachmittag der Landesentscheid des 59. Vorlesewettbewerbs in der Sparda Bank, dem Sponsor und Gastgeber dieser Runde, statt.

Nora Saehrendt hat es bis hierhin, bis zur vorletzten Runde des gesamten Wettbewerbs, geschafft und kämpft nun, unterstützt von ihren Freundinnen, ihrer Familie und ihrer Deutschlehrerin um den Einzug ins Finale nach Berlin, in dem schließlich die beste Vorleserin oder der beste Vorleser Deutschlands gekürt wird.

Durch ihr lebendiges und ausdrucksstarkes Vorlesen sowie ihre Stärke, nicht nur einen bekannten, sondern auch einen fremden Text flüssig, dynamisch und betont vorzulesen, hat sich Nora gegen ihre Mitstreiterinnen und Mitstreiter am Wilhelmsgymnasium, in der Stadt Kassel und schließlich auf der Bezirksebene durchgesetzt.

Der 1959 ins Leben gerufene Wettbewerb gehört zu den wichtigsten Schülerwettbewerben und ist Deutschlands größter Lesewettstreit. Zentrale Anliegen sind es, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, die Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Insgesamt 567.000 lesebegeisterte Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen aus 6.904 Schulen beteiligten sich dieses Jahr bundesweit am Vorlesewettbewerb und acht von ihnen wollen nun in Frankfurt die letzte Runde erreichen.

Nora ist als siebte an der Reihe und stellt den Roman „Herr der Diebe“ von Cornelia Funke vor, aus dem sie anschließend eine selbst gewählte Stelle vorliest. Das Publikum, unter dem sich eine sachkundige siebenköpfige Jury befindet, hört allen acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern gespannt und aufmerksam zu. Schnell wird allen Beteiligten klar, was für eine schwere Entscheidung der Jury bevorsteht, denn alle Vorleserinnen und Vorleser haben sich intensiv vorbereitet und können durch ein unterhaltsam gestaltetes Vorlesen überzeugen. Nach einer kurzen Pause findet die entscheidende Phase des Wettbewerbs statt, für die alle acht Teilnehmerinnen und Teilneher den Raum verlassen müssen. Nacheinader werden sie aufgerufen und lesen dieselbe Stelle aus einem ihnen fremden Text vor. Das Publikum hört auf diese Weise acht Mal dieselbe Textstelle und hat dadurch eine gute Vergleichbarkeit. Diese Art des Vorlesens ist besonders schwierig, da die Schülerinnen und Schüler während des Vorlesen nicht nur den Inhalt verstehen müssen, sondern gleichzeitig in der Lage sein müssen, das zuvor Erfasste auch atmosphärisch umzusetzen und so eine Stimmung beim Publikum zu vermitteln. Auch in dieser Runde können alle acht Vorleserinnen und Vorleser überzeugen, sodass letztendlich Feinheiten den Unterschied machen werden. Nach einer weiteren Pause, in der die Jury, wie sie später selbst sagt, hitzig diskutiert hat, steht die Gewinnerin fest. Emily Stromann vom Goethe-Gymnasium in Frankfurt hat es geschafft und wird Hessen am 20. Juni in Berlin vertreten.

Gruppenfoto

Nora belegt den zweiten Platz und auch wenn es schade ist, dass die Reise nun zu Ende geht, kann sie sehr stolz auf sich sein, denn ihre Begleiter sind sich am Ende des Tages einig, dass sie durch ihr gutes Vorlesen und ihre selbstbewusste und charmante Art Freude und Begeisterung am Lesen gezeigt und bei den Zuhörern hervorgerufen hat.

wlz

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WG goes international: Zweite Erasmus + Begegnungsfahrt nach Gliwice, Polen

29.05.2018

Erasmus+-Gruppe Erasmus+

Vom 13. bis zum 18. Mai fuhren zwei Schülerinnen und ein Schüler aus dem Jahrgang 6 des Wilhelmsgymnasiums zusammen mit Frau Graw und Frau Küch zur zweiten Begegnungsfahrt des Erasmus+ Projektes "Learning with the Arts" nach Gliwice (Gleiwitz) in Polen.

Die deutschen, griechischen, spanischen, rumänischen, italienischen, finnischen und portugiesischen SchülerInnen im Alter von 12-13 Jahren wohnten in dieser Zeit in den Gastfamilien der polnischen SchülerInnen, die sich während der gesamten Woche sehr herzlich um ihre Gäste kümmerten.

Insgesamt erwartete die internationale Gruppe unter dem Motto "Kultur und Geschichte Polens" ein anspruchsvolles und interessantes Programm: Es gab workshops zu Sprache, Geschichte, Geografie und Folklore des Gastlandes. Die SchülerInnen erstellten picture dictionaries in vielen Sprachen, arbeiteten gemeinsam an einer riesigen illustrierten Landkarte Polens, lernten polnische Lieder, führten ein Theaterstück über die Legende des Drachens von Wawel auf und nahmen an Tanzworkshops des schlesischen Ensembles „Slask“ in Koszecin und Stadtführungen in Krakau und Gleiwitz teil. Vor allem den deutschen SchülerInnen wurde immer wieder deutlich, wie sehr die deutsche und polnische Geschichte miteinander verknüpft ist.

Weiterhin hatten alle europäischen Gäste "guest lessons" vorbereitet, in denen die polnischen Kinder in kreativen Arbeitsphasen mehr über die Kultur der Partnerländer erfuhren. Die Gastschüler wurden dabei als Assistenzlehrer eingesetzt. In der deutschen Unterrichtsstunde beschäftigten sich die Schülerinnen mit Märchen der Brüder Grimm.

Alle SchülerInnen hat vor allem begeistert, wie schnell sie ihre europäischen Partner kennenlernten (inzwischen haben sie durch die neuen Medien regen Kontakt) und wie natürlich sie sich auf Englisch verständigen konnten: „Ich fand es toll, dass es keinen Muttersprachler gab, sodass wir alle in der gleichen Situation waren,“ sagte Elli. Victoria bemerkte: „Ich habe mich immer bemüht, so deutlich wie möglich zu sprechen, damit sie mich verstehen.“ „Am Schluss habe ich sogar auf Englisch geträumt,“ erzählte Dennis.

Die Reise nach Polen war für alle Teilnehmenden ein beeindruckendes und verbindendes Erlebnis mit vielen neuen Erfahrungen. Die kommenden Fahrten nach Spanien, Griechenland und Portugal werden mit Spannung erwartet und das Wilhelmsgymnasium hofft, die Projektpartner zum Abschluss des Projekts in 2019 auch in Kassel begrüßen zu dürfen.

Collage

kch

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Spannende Lesung am Welttag des Buches im WG

21.05.2018

Anlässlich des Welttag des Buches fand am Abend des 23.04.2018 in der Aula unserer Schule eine ganze besondere Lesung statt:

Jason, 12 Jahre alt, ist an Asperger Autismus erkrankt. Das heißt, dass er unsere Umwelt ganz anders wahrnimmt als gesunde Menschen. Nach dem Besuch eines Fußballspiels mit der Familie fasste der damals 6-jährige Jason den Entschluss, seinen Lieblingsverein zu finden. Mit diesem Plan im Gepäck besuchen die selbst ernannten „Wochenendrebellen“ immer wieder die verschiedensten Stadien Europas. Über diese ganz besonderen Erlebnisse, von sechseinhalb Stunden Aufzug fahren bis hin zu einer Nacht im Schlafwagen mit betrunkenen Fußballfans, schrieb Mirco von Juterczenka, Jason Vater, das Buch „WIR WOCHENENDREBELLEN“. Es handelt nicht nur vom Fußball, sondern auch vom Leben mit einem autistischen Sohn. Zusammen unternehmen die beiden eine Lesereise durch die ganze Bundesrepublik. Dabei verfolgen die beiden ein ehrgeiziges Ziel: 10.000 Euro Spenden sammeln, mit denen die Neven Subotic (Profifußballer der serbischen Nationalmannschaft) Stiftung in Äthiopien einen Brunnen bauen kann.

„In dieser wunderschönen Aula“, so Herr von Juterczenka, durften die beiden nun ihre Rebellenlesung halten. Circa 50 Menschen lauschten der 2-stündigen Lesung aufmerksam. Die Lesung wurde von Jason mit seiner selbst geschriebenen Einleitung, in der er uns viele Einblicke in sein Leben ermöglichte, eröffnet. Sein Vater las aus einigen Kapiteln des Buches vor und erzählte Anekdoten, die Jason oftmals auf eine nette Art korrigierte. Die Lesung schloss Jason mit der Erklärung des Spendenziels und einer interessanten Fragerunde, in der er uns erklärte, welche Fehler auf den Abi-Plakaten zu sehen sind.

Benedict Bolender

Wochenendrebellen

„Probleme entstehen erst, wenn andere meine Regeln verletzen“

Dieser Satz könnte auch von einem Lehrer stammen. Er findet sich aber in dem Buch „Wir Wochenendrebellen“, in dem Mirco von Juterczenka und sein Sohn Jason eine ganz besondere Stadiontour durch Europa beschreiben. Kürzlich waren die beiden im WG zu einer fesselnden Lesung zu Gast.

Die Dekoration der Bühne in der Aula mit Fanschals von diversen Fußballvereinen gab einen deutlichen Hinweis: Jason sucht seit einigen Jahren einen Verein, von dem er Fan sein möchte. Das gestaltet sich schwieriger als bei den meisten anderen Fußballverrückten. Jason ist sehr wählerisch und hat genaue Kriterien, die zum Beispiel auch das Stadion betreffen. Er mag lieber „alte, verrottete Stadien“, womit die meisten Bundesligavereine bereits disqualifiziert sind. Vater und Sohn lasen beide gut ausgewählte Passagen ihres Werkes vor, das viel mehr ist als die Beschreibung einer ungewöhnlichen Suche nach einem Lieblingsverein: Es ist eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung, die in erster Linie auf der besonderen Persönlichkeit des Sohnes beruht.

Lesen oder sich vorlesen lassen, das zeigte dieser Abend, kann fremde Welten erschließen, wie Herr Petersen zur Begrüßung feststellte. Und es kann dabei auch sehr anregend und unterhaltend sein. Herzlichen Dank an Herrn Dr. Schäfer-Hartmann für die Organisation.

Schade, dass nicht ein gut gefülltes Fußballstadion an diesem Abend zuhörte.

vlm

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Ein 2. Preis und drei 3. Preise beim Landeswettbewerb „Hessen und seine Verfassung“

07.05.2018

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Hessischen Verfassung haben Schülerinnen und Schüler des WG aus verschiedenen Jahrgängen – teilweise in Gruppen, aber auch als Einzelpersonen - an dem Landes-Wettbewerb „Hessen – das Land und seine Verfassung“ teilgenommen und Preise gewonnen: einen 2. Preis und drei 3. Preise. Die Preisverleihung fand am 19. April 2018 im Hessischen Landtag statt. Stolz konnten unsere Schüler ihre Preise und Ehrungen entgegennehmen.

Wiesbaden

Preisverleihung im Hessischen Landtag, 19. April 2018

Zweiter Preis

Einzelarbeit „Zur Todesstrafe nach der Hessischen Verfassung, Artikel 21, Absatz 1, Satz 1“ von Paul Heyn (E2)

Dritte Preise

  1. Einzelarbeit „Dr. Fritz Bauer – immer noch aktuell!“ von Marthe Sophia Spahn (Klasse 9a)
  2. Einzelarbeit „Tschick“ von Hanna Schneider (Q4)
  3. Gruppenarbeit „Die Brüder Grimm“ von Alexandra Annabi [Q4] und Victoria Pudelko (Q4)

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