Internationales Abschlusstreffen von Erasmus-Projekt

Die Qualität des Erdbodens ist eine wichtige Grundlage für unser Leben

letzte Änderung am 14.10.2017

Ausstellung in der Aula

Wilhelmsgymnasium, d. 5.10.17

Kurz vor den Herbstferien durfte das WG Gastgeber für die Teilnehmer am Erasmus-Projekt „European Experiential Lab on Soil Science“ sein. Bei der Begrüßung durch Schulleiter Herrn Petersen und Sabine Küch, die zusammen mit Frau Porsche das Treffen organisiert hatte, betonten beide, wie wichtig es sei, dass Jugendliche unterschiedlicher Länder sich kennenlernen. Die Sichtweise des anderen einzunehmen und dadurch einen neuen Blick für Dinge zu bekommen, sei gerade in Zeiten eines wieder erstarkten Nationalismus notwendig. Nach einem kurzen Rundgang durch die Schule boten die teilnehmenden Schüler zur ersten Pause Spezialitäten aus ihren Ländern an, was unsere Schüler begeistert nutzten.

Später berichteten die Projektteilnehmer auf Englisch in unterschiedlichen Klassen über ihre Arbeit der vergangenen zwei Jahre. Schüler aus Lucca (Italien) hatten z.B. eine Präsentation vorbereitet, in der sie die Bedeutung eines intakten Erdbodens für Mensch, Tier und Pflanze herausstellten. Die zahlreichen Fragen zeigten das Interesse unserer Schüler an dem Projekt und gleichzeitig war diese Stunde ein wunderbares Beispiel für praxisorientierten Fremdsprachenunterricht. Eine Gruppe aus Stockholm (Schweden) hatte Bodenmessungen vorgenommen, um den Gehalt an giftigem Kupfer festzustellen. Kupfer ist häufig ein Bestandteil von Bootsfarben, um die Festsetzung von Muscheln am Rumpf zu verhindern. Sie konnten nachweisen, dass die Bodenproben aus dem Umfeld von Bootshäfen einen deutlich erhöhten Kupfergehalt aufweisen. Das Kupfer gelangt außerdem weiter in die Nahrungskette von Pflanzen und Tieren, und wird damit letztlich auch vom Menschen aufgenommen. Passend zum Projektthema stand am Nachmittag eine Besichtigung des Ottoneums auf dem Programm.

Am folgenden Tag wurden im Landkreishaus die Projektergebnisse noch einmal präsentiert und prämiert. Dabei haben die teilnehmenden Gruppen sich gegenseitig bewertet. Außerdem mussten sich alle Gruppen den z.T. sehr detaillierten Fragen einer Expertengruppe stellen. Eine Stadtbesichtigung beendete das interessante und erfolgreiche Treffen. An dieser Stelle möchten wir allen Gastfamilien herzlich danken, die sich auch kurzfristig bereit erklärt hatten, Projektteilnehmer zu beherbergen.

Schon jetzt freuen wir uns auf die Ergebnisse des gerade angelaufenen Erasmus-Projektes „Learning through the arts“ und wünschen den teilnehmenden Schülern und den betreuenden Lehrerinnen Frau Küch und Frau Porsche viel Erfolg.

vlr